
Das Zhinvali (Jinvali) Wasserreservoir, auch bekannt als See, liegt an der Georgischen Heerstraße. Die Sowjets bauten den Damm in den 1980er Jahren. Da Tiflis schnell wuchs, bestand Bedarf an einer neuen Wasserversorgung. Die Regierung entschied, dass die Aragvi-Schlucht, reich an Gletscherwasser, der perfekte Ort sei.
Die lokalen Gemeinden protestierten aus zwei Gründen gegen die Idee.
Sie müssten in die von der Sowjetunion bereitgestellten “Khruschowka”-Apartments umziehen.
Das Gebiet von Zhinvali war eine archäologische Stätte.
Die Stadt Zhinvali (Jinvali) lag an den Kreuzwegen der großen Handelsrouten. Daher war sie im Laufe der Geschichte eine Stadt der georgischen Elite. Sie war reich an Festungen, Türmen und Palästen. Obwohl die meisten davon im Laufe der Jahrhunderte zu Ruinen verfallen waren, versprach das Gebiet einen großen archäologischen Schatz.
Leider störten die Proteste die Sowjetregierung nicht und sie überschwemmten das Gebiet und begruben jahrhundertelange Geschichte unter 75 Metern Wasser. In den Wintermonaten kann man noch ein kleines Juwel des alten Zhinvali sehen. Wenn der Wasserstand sinkt, taucht eine Kirche, die einst auf einem Hügel mit Blick auf die Stadt stand, aus dem Wasser auf.
Auch wenn die Geschichte der Stadt verloren ist, begeistert der See seine Besucher nun mit atemberaubender Aussicht und wunderschönen Farben das ganze Jahr über.




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